Lebensretter QuadrocopterViele kennen Quadrocopter nur als Spielzeuge. Doch Sie können noch vielmehr als nur Spaß bereiten. Man kann mit ihnen wunderschöne Luftaufnahmen machen oder wie wir bereits berichteten Pakete ausliefern.

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Doch was wenn man mit einem Quadrocopter Leben retten könnte. Alex Momom ist Student der TU Delft in Holland und Leiter des „Erste-Hilfe-Drohne“ Projekt. Die Uni zwischen Rotterdam und Den Haag hat sich auf technische Forschung spezialisiert. Zusammen mit anderen Teams wurde dieses vielversprechende Projekt ins Leben gerufen.

In Deutschland sterben jährlich etwa 50.000 Menschen an einem Herzinfarkt und 300.000 erleiden einen. Davon sterben viele, weil die Hilfe eines Rettungsteams viel zu spät kommt. Es gibt zwar mittlerweile viele Defibrillator Station in der Öffentlichkeit, aber leider nur an Orten mit großem Menschenaufkommen. In kleineren Orten oder Stadtteilen gibt es diesen Luxus leider gar nicht.

Mit der Erste Hilfe Drohne kann man dieses Problem perfekt lösen. Der Quadrocopter ist ein fliegender Defibrillator, welche direkt losgeschickt wird, wenn ein Notruf über einen Herzinfarkt eingeht. Die Drohne wird direkt per Livestream gesteuert und kann mit bis zu 100 km/h schnell fliegen.

Dieser Livestream ist zusammen mit der Audiofunktion perfekt geeignet das Geschehen durch einen professionellen Arzt überwachen zu lassen. Der Arzt kann den Vorgang der Widerbelebung genau beobachten und ggf. Hilfestellung leisten. Die Drohne ist aber sehr einfach aufgebaut, so dass die Stromplättchen schnell und einfach am Körper des Opfers angebracht werden können. Die Widerbelebung kann dann der Arzt auch komplett ferngesteuert übernehmen.

Das Beste an der Drohne ist, dass sie direkt nach Absetzen eines Notrufs zum Unfallort geschickt werden kann. Sie findet mittels GPS Ortung den Weg von ganz alleine. Anders als ein Rettungswagen, kommen ihr keine Verkehrshindernisse in den Weg und sie erreicht ihr Ziel wesentlich schneller.

Diese paar Minuten können über Leben und Tod entscheiden.  Der Quadcopter ist lediglich 4 Kilo schwer und kann sein eigenes Gewicht zusätzlich transportieren.  Es können noch zusätzliche Hilfsgüter transportiert werden, Verbandsmaterial etc.

Probleme

So innovativ diese Idee auch ist, gibt es leider viele Faktoren an dem das Projekt scheitern könnte. In vielen Ländern ist der unbemannte Flug verboten. Man müsste Gesetze erlassen, die es erlauben im medizinischen Bereich diesen Flug zu erlauben.

Ein weiteres Problem, ist der Kostenaufwand so einer Drohne. Sie würden sich auf bis zu 20.000 Euro pro Drohne belaufen. Doch es wäre eine sehr gute Investition für jedes Krankenhaus, welche  auch durch Spenden realisiert werden könnte.

Wie es mit der Defri Drohne weitergeht, ist noch nicht sicher. Sie wurde bisher noch nicht sehr oft getestet und Versuche am Menschen stehen noch aus.

Ein vergleichbarer Quadrocopter, welcher 4 Kilo an Material tragen kann ist z.B. der Syma*Affiliate Link

Unser Fazit

Lebensretter Quadrocopter