Mit dem Quadrocopter wunderschöne Aufnahmen von seinem Haus oder von Veranstaltungen aller Art machen. Das macht Spaß und ist mit den heutigen Drohnen sehr gut realisierbar. Z.B. mit der DJI Phantom in Verbindung mit einer GoPro kann man sehr gute Videos und Fotos von oben machen.

Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit man nicht mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Ab einer bestimmten Höhe und Gewicht des Qaudrocopters gibt es wichtige Dinge zu beachten. Möglicherweise, muss man sich sogar eine Fluggenehmigung hohlen.

Was zu beachten ist, erfahrt ihr natürlich bei uns.

Haftpflichtversicherung

Der erste wichtige Punkt, den es zu beachten gibt, ist eine Versicherung. Eine private Haftpflichtversicherung, ist zwar in Deutschland keine Pflichtversicherung, aber wenn man RC Flugobjekte benutzt ist eine Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Gerade beim Drohnenflug passieren oft Unfälle, z.B. der Quadrocopter verliert die Kontrolle und stürzt ab. Fällt sie einfach nur auf den Boden und geht kaputt, ist dies einfach nur ärgerlich. Aber was geschieht wenn die Drohne auf ein Auto stürzt. Der Schaden muss repariert werden und das kann schon mal mehrere 1000 Euro kosten.

Im schlimmsten Fall kann es auch zu Personenschäden kommen, welche millionenschwer sein können. Ohne eine gute private Haftpflichtversicherung muss man den kompletten Schaden selbst übernehmen. Eine günstige Haftpflichtversicherung ist schon für 4 Euro im Monat erhältlich. Dieses Geld ist sehr gut angelegt. Am besten ihr informiert euch bei euren Versicherer.

Aufstiegsgenehmigung

Kommen wir nun zu einer wichtigen Frage. Brauche ich eine Aufstiegsgenehmigung, wenn ich mit meinem Quadrocopter fliege. Wenn man den Quadrocopter im privaten -und Hobbysektor nutzt, braucht man keine Aufstiegsgenehmigung. Man muss aber die allgemeinen Flugbestimmungen beachten.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Mindestens 1,5 Kilometer von Städten/ Wohnsiedlungen und Flughäfen entfernt sein.
  • Nicht über Menschen und Tieren fliegen.
  • Einverständnis des Grundstückbesitzers einholen.
  • Nicht in unkontrollierten Luftraum eindringen (750 Meter)

Dies sind nur Grobe Anhaltspunkte. Einen sehr guten Beitrag zu diesem Thema findet ihr im Drohnen Forum

Es gibt aber für den privaten Gebrauch bestimmte Kriterien bei denen man auf jeden Fall eine Aufstiegsgenehmigung benötigt.

  • bei einem Fluggewicht von mehr als 5kg, unabhängig von der Art des Modellflugs
  • bei einem Modellflugbetrieb mit Verbrennungsmotoren innerhalb von 1,5km zu Wohngebieten
  • bei einem Modellflugbetrieb jeder Art innerhalb von 1,5km zu Flugplätzen

Mit Quadrocoptern Geld verdienen. Es gibt viele Möglichkeiten Drohnen auch geschäftlich zu nutzen. Z.B. kann man als Fotograf Bilder von Geschäftsräumen anbieten. Sobald eine gewerbliche Absicht hinter dem Fliegen mit dem Quadrocopter steckt, benötigt man in jedem Fall eine Aufstiegsgenehmigung.

Wo kriege ich eine Aufstiegsgenehmigung her?

Eine Aufstiegsgenehmigung wird meistens mit einer Gültigkeitsdauer von 2 Jahren ausgestellt. Die Genehmigung wird immer pro Bundesland ausgestellt und nur vom zuständigen Präsidium.

Benötigt für eine Aufstiegsgenehmigung:

  • Ein unterschriebenes Antragsformular von der zuständigen Luftfahrtbehörde.
  • Einen Versicherungsnachweis über eine gültige Haftpflichtversicherung.
  • Nachweise über Schulungen oder Erfahrungen mit Flugobjekten.
  • Angaben zum Flugobjekt, mit dem geflogen wird.

Wenn man bereits eine Aufstiegserlaubnis für ein Bundesland besitzt, muss man für ein anderes Bundesland nicht mehr die vollen Kosten beim Antrag bezahlen. Meistens ist eine Gebühr von 50 Euro fällig.

Die Infos hier sind nicht rechtsbindend und können natürlich nicht alle Gesetze und Schlupflöcher abdecken und sollen nur die wichtigsten Punkte abdecken.

Um genauere Informationen zu bekommen, kann man sich die einzelnen Gesetzestexte durchlesen. Eine kleine Sammlung welche Gesetze beim Fliegen mit Drohnen beachtet werden müssen findet ihr hier.

LuftVG (Luftverkehrsgesetz)

LuftVG §1 (Definition Luftfahrzeuge, Benutzung des Flugraums)

LuftVG §24 (Öffentliche Veranstaltungen)

LuftVG §25 (Aufstieg/Landung Grundstückrecht)

LuftVG §29 (Luftaufsicht/Abwehr)

LuftVG §33 (Haftung)

LuftVG §37 (Ersatzpflichten bei Unfall)

LuftVG §43 (Haftpflicht/Versicherung)

LuftVG §58 (Ordnungswidrigkeiten)

LuftVG §59 (Strafen)

LuftVG §62 (Strafen)

LuftVZO (Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung)

LuftVZO §1 (Zulassungspflicht und Umfang der Zulassung)

LuftVZO §14 (2) (Eintragungen in Luftfahrzeugregister)

LuftVZO §19 (2) (Kennzeichen)

LuftVZO §102 (Vertragsinhalt)

LuftVZO §105 (Versicherer)

LuftVZO §106 (Versicherungsbestätigung)

LuftVZO §108 (Ordnungswidrigkeiten)

LuftVO (Luftverkehrs-Ordnung)

LuftVO §1 (Grundregeln für das Verhalten im Luftverkehr)

LuftVO §3 (Rechte und Pflichten des Luftfahrzeugführers)

LuftVO §4 (Anwendung der Flugregeln)

LuftVO §7 (Abwerfen von Gegenständen)

LuftVO §12 (Vermeidung von Zusammenstößen)

LuftVO §13 (Ausweichregeln)

LuftVO §15a (Verbotene Nutzung des Luftraums)

LuftVO §16 (Erlaubnisbedürftige Nutzung des Luftraums)

LuftVO §16a (Besondere Benutzung des kontrollierten Luftraums)

LuftVO §43 (Ordnungswidrigkeiten)

BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)

BGB §873 (Erwerb durch Einigung und Eintragung)

BGB §903 (Befugnisse des Eigentümers)

BGB §905 (Begrenzung des Eigentums)

BGB §1004 (Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch)

StGB (Strafgesetzbuch)

StGB §93 (Begriff des Staatsgeheimnisses)

StGB §94 (Weitergabe von Staatsgeheimnissen)

StGB §96 (Landesverräterische Ausspähung; Auskundschaften von Staatsgeheimnissen)

StGB §97 (Preisgabe von Staatsgeheimnissen)

StGB §98 (Landesverräterische Agententätigkeit)

StGB §99 (Geheimdienstliche Agententätigkeit)

StGB §109g (Sicherheitsgefährdendes Abbilden)

StGB §201a (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen)

BDSG (Bundesdatenschutzgesetz)

BDSG §1 (Zweck und Anwendungsbereich des Gesetzes)

BDSG §2 (Öffentliche und nicht-öffentliche Stellen)

BDSG §3 (Weitere Begriffsbestimmungen)

BDSG §4 (Zulässigkeit der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung)

BDSG §6 (Rechte des Betroffenen)

BDSG §6b (Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen)

BDSG §7 (Schadenersatz)

UrhG (Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte)

UrhG §2 (Geschützte Werke)

UrhG §15 (Allgemeines)

UrhG §16 (Vervielfältigungsrecht)

UrhG §59 (Werke an öffentlichen Plätzen)

KuG (Kunsturheberrechtsgesetz)

KuG §22 (Recht am eigenen Bild)

KuG §23 (Beiwerk, Zeitgeschichte, Versammlung, höheres Interesse)

KuG §33 (Strafe)

GG (Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland)

GG Artikel 1 (Menschenwürde)